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Irrungen Wirrungen

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ACHTES KAPITEL Im Klub befanden sich um eben diese Zeit zwei junge Kavaliere, der eine, von den Gardes du Corps, schlank, groß und glatt, der andere, von den Pasewalkern abkommandiert, etwas kleiner, mit Vollbart   und   nur   vorschriftsmäßig   freiem   Kinn.   Der   weiße   Damast   des   Tisches,   dran   sie gefrühstückt  hatten,  war  zurückgeschlagen,  und  an  der  freigewordenen  Hälfte  saßen  beide  beim Piquet. "Sechs Blatt mit ‘ner Quart." "Gut." "Und du?" "Vierzehn As, drei Könige, drei Damen … Und du machst keinen Stich." Und er legte das Spiel auf  den  Tisch  und  schob  im  nächsten  Augenblicke  die  Karten  zusammen,  während  der  andere mischte. "Weißt du schon, Ella verheiratet sich." "Schade." "Warum schade?" "Sie kann dann nicht mehr durch den Reifen springen." "Unsinn. Je mehr sie sich verheiraten, desto schlanker werden sie." "Doch mit Ausnahme. Viele Namen aus der Zirkusaristokratie blühen schon in der dritten und vierten   Generation,   was   denn   doch   einigermaßen   auf   Wechselzustände   von   Schlank   und Nichtschlank oder, wenn du willst, auf Neumond und erstes Viertel etc. hinweist." "Irrtum.   Error   in   calculo.   Du   vergißt   Adoption.   Alle   diese   Zirkusleute   sind   heimliche Gichtelianer und vererben nach Plan und Abmachung ihr Vermögen, ihr Ansehen und ihren Namen. Es scheinen dieselben und sind doch andere geworden. Immer frisches Blut. Heb ab … Übrigens hab’ ich noch eine zweite Nachricht. Afzelius kommt in den Generalstab." "Welcher?" "Der von den Ulanen." "Unmöglich." "Moltke hält große Stücke auf ihn, und er soll eine vorzü gliche Arbeit gemacht haben." "Imponiert mir nicht. Alles Bibliotheks- und Abschreibesache. Wer nur ein bißchen findig ist, kann Bücher leisten wie Humboldt oder Ranke." "Quart. Vierzehn As." "Quint vom König." Und während die Stiche gemacht wurden, hörte man in dem Billardzimmer nebenan das Klappen der Bälle und das Fallen der kleinen Boulekegel. Nur sechs oder acht Herren waren alles in allem in den zwei hintern Klubzimmern, die mit ihrer Schmalseite nach einem sonnigen und ziemlich langweiligen Garten hinaussahen, versammelt, alle schweigsam, alle mehr oder weniger in ihr Whist oder Domino vertieft, nicht zum wenigsten die zwei  piquetspielenden  Herren,  die  sich  eben  über  Ella  und  Afzelius  unterhalten  hatten.  Es  ging hoch,   weshalb   beide   von   ihrem   Spiel   erst   wieder   aufsahen,   als   sie,   durch   eine   offne Rundbogennische,  von  dem  nebenherlaufenden  Zimmer  her  eines  neuen  Ankömmlings  gewahr wurden. Es war Wedell. "Aber  Wedell,  wenn  Sie  nicht  eine  Welt  von  Neuigkeiten mitbringen, so belegen wir Sie mit dem großen Bann." "Pardon, Serge, es war keine bestimmte Verabredung." "Aber doch beinah. Übrigens finden Sie mich persönlich in nachgiebigster Stimmung. Wie Sie sich mit Pitt auseinandersetzen wollen, der eben hundertfünfzig Points verloren, ist Ihre Sache." Dabei schoben beide die Karten beiseite, und der von dem herzukommenden Wedell als Serge Begrüßte   zog   seine   Remontoiruhr   und   sagte:   "Drei   Uhr   fünfzehn.   Also   Kaffee.   Irgendein 25
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
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Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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